Rhabarberkuchen vom Blech gehört zu den beliebtesten Frühjahrsklassikern der deutschen Backstube. Wenn die ersten Rhabarberstangen auf den Märkten erscheinen, wissen Hobbybäcker: jetzt ist die perfekte Zeit für diesen saftigen Blechkuchen. Das besondere an diesem rezept: es gelingt wirklich jedem, auch absoluten backanfängern beim allerersten versuch. Die kombination aus buttrigem mürbeteig und säuerlich-frischem rhabarber macht diesen kuchen zu einem echten gaumenschmaus. Anders als komplizierte torten oder aufwendige gebäcke benötigt dieser blechkuchen keine besonderen fertigkeiten. Mit wenigen, alltäglichen zutaten und einer simplen zubereitung entsteht ein köstliches ergebnis, das familie und freunde begeistert. Die großzügige blechgröße macht ihn ideal für kaffeetafeln, geburtstagsfeiern oder einfach als vorrat für die ganze woche. In nur etwa einer stunde vom anrühren bis zum fertigen kuchen – das ist machbar für jeden zeitplan.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. vorbereitung des backofens und der form
Den backofen auf 180 grad celsius (umluft 160 grad) vorheizen. Das backblech mit backpapier auslegen, sodass der boden vollständig bedeckt ist. Die butter aus dem kühlschrank nehmen und bei zimmertemperatur weich werden lassen – das dauert etwa 15 minuten. Dieser schritt ist wichtig, damit sich die butter später gut mit den anderen zutaten verbinden kann.
2. zubereitung des mürbeteigs
In einer großen rührschüssel mehl, backpulver und eine prise salz durch ein sieb geben. Das sieben sorgt dafür, dass keine klümpchen im teig entstehen und er schön luftig wird. Die weiche butter in stücken dazugeben, zusammen mit zucker und vanillezucker. Mit dem handrührgerät zunächst auf niedriger stufe vermischen, dann die geschwindigkeit erhöhen. Die eier einzeln hinzufügen und jeweils gut unterrühren. Der teig sollte nun eine glatte, cremige konsistenz haben – das ist der sogenannte rührteig, eine grundtechnik des backens.
3. teig auf dem blech verteilen
Den fertigen teig mit einem teigschaber auf das vorbereitete backblech geben. Mit dem schaber oder einem esslöffel den teig gleichmäßig auf dem gesamten blech verteilen. Dabei darauf achten, dass die teigschicht überall etwa gleich dick ist – circa einen halben zentimeter. An den rändern sollte der teig bis fast zum rand reichen. Mit dem schaber die oberfläche glatt streichen, damit der rhabarber später gut aufliegt.
4. rhabarber vorbereiten und auflegen
Den rhabarber aus dem glas in einem sieb gut abtropfen lassen. Dies ist sehr wichtig, denn zu viel flüssigkeit würde den teig durchweichen lassen. Die rhabarberstücke vorsichtig auf küchenpapier legen und zusätzlich abtupfen. Nun die rhabarberstücke gleichmäßig auf dem teig verteilen. Dabei die stücke leicht in den teig drücken, aber nicht zu tief – sie sollten noch gut sichtbar sein. Die verteilung sollte möglichst gleichmäßig erfolgen, damit jedes stück kuchen später rhabarber enthält.
5. würzen und backen
In einer kleinen schüssel zucker und zimt vermischen. Diese mischung gleichmäßig über den rhabarber streuen – das gibt dem kuchen eine wunderbare zimtnote und zusätzliche süße, die die säure des rhabarbers ausgleicht. Das blech auf der mittleren schiene in den vorgeheizten ofen schieben. Etwa 40 minuten backen, bis der teig goldbraun ist und sich vom rand leicht löst. Um zu testen, ob der kuchen fertig ist, kann man die stäbchenprobe machen: ein holzstäbchen in die mitte des kuchens stechen – bleibt kein teig daran kleben, ist der kuchen fertig.
6. abkühlen und bestäuben
Den fertigen kuchen aus dem ofen nehmen und auf dem blech vollständig abkühlen lassen – das dauert etwa 30 minuten. Durch das abkühlen wird der teig fester und lässt sich besser schneiden. Sobald der kuchen ausgekühlt ist, den puderzucker durch ein feines sieb darüber streuen. Das sieben verhindert klümpchen und sorgt für eine gleichmäßige, schöne puderzuckerschicht. Den kuchen in gleichmäßige rechtecke oder quadrate schneiden – ein scharfes messer erleichtert diese arbeit erheblich.
Tipp vom Chefkoch
Wenn der rhabarber zu viel flüssigkeit abgibt während des backens, einfach vor dem servieren mit einem küchentuch vorsichtig abtupfen. Für eine noch intensivere note kann man dem teig abgeriebene zitronenschale hinzufügen – das harmoniert wunderbar mit dem rhabarber. Wer es knuspriger mag, kann vor dem backen gehobelte mandeln über den rhabarber streuen. Der kuchen lässt sich hervorragend einfrieren: einfach in portionen schneiden, in gefrierbeutel packen und bis zu drei monate aufbewahren. Zum servieren bei zimmertemperatur auftauen lassen.
Die perfekte begleitung zum rhabarberkuchen
Zu diesem klassischen deutschen blechkuchen passt am besten eine frisch aufgebrühte tasse kaffee oder ein milder schwarztee. Der leicht bittere geschmack des kaffees harmoniert perfekt mit der säure des rhabarbers und der süße des teigs. Wer es lieber alkoholfrei mag, kann auch einen rhabarbersaft oder eine rhabarberschorle reichen – das verstärkt das fruchtige aroma. Für besondere anlässe empfiehlt sich ein glas süßer dessertwein oder ein leichter prosecco, dessen perlage die cremigkeit des kuchens wunderbar ergänzt. Auch ein glas kalte milch ist eine beliebte begleitung, besonders bei kindern.
Zusätzliche Info
Rhabarber gehört botanisch gesehen zum gemüse, wird aber in der küche wie obst verwendet. Die tradition des rhabarberkuchens reicht in deutschland bis ins 19. jahrhundert zurück, als rhabarber aus asien nach europa kam. Besonders im frühling, wenn die ersten stangen geerntet werden, ist rhabarberkuchen ein symbol für den beginn der warmen jahreszeit. Der blechkuchen selbst ist eine typisch deutsche backform – praktisch, unkompliziert und ideal für größere gesellschaften. Früher wurde rhabarberkuchen traditionell sonntags zum kaffee serviert, eine tradition, die in vielen familien bis heute fortbesteht. Die verwendung von rhabarber aus dem glas macht das rezept ganzjährig umsetzbar, auch außerhalb der rhabarbersaison von april bis juni.



