Die perfekten crêpes zu backen ist eine Kunst, die jeder Hobbykoch beherrschen kann. Das größte Problem beim Anrühren des Teiges sind jedoch die gefürchteten Klumpen, die sich hartnäckig im Teig festsetzen und das Endergebnis beeinträchtigen. Professionelle Köche kennen einen einfachen Trick: die richtige Reihenfolge beim Hinzufügen der Zutaten. Besonders eine Zutat sollte man als allerletzte in den Teig geben, um eine perfekt glatte Konsistenz zu erreichen. In diesem Artikel enthüllen wir dieses Geheimnis und zeigen Schritt für Schritt, wie man einen makellosen crêpes-Teig zubereitet. Mit der richtigen Technik und etwas Geduld gelingt jedem ein Teig, der sich mühelos in der Pfanne verteilen lässt und zu hauchdünnen, goldbraunen crêpes führt.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Trockene Zutaten vorbereiten
Sieben Sie das Mehl in eine große Rührschüssel. Das Sieben lockert das Mehl auf und entfernt bereits kleine Klümpchen. Fügen Sie den Zucker und eine Prise Salz hinzu. Vermischen Sie diese trockenen Zutaten gründlich mit einem Schneebesen. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich später alle Komponenten gleichmäßig verteilen.
2. Eier einarbeiten
Schlagen Sie die drei Eier in die Mitte der Mehlmischung. Beginnen Sie nun, mit dem Schneebesen vom Zentrum aus kreisende Bewegungen zu machen. Arbeiten Sie dabei langsam und behutsam, damit sich das Mehl nach und nach mit den Eiern verbindet. Vermeiden Sie hektische Bewegungen, die Luftblasen erzeugen würden. Rühren Sie etwa zwei Minuten lang, bis eine dicke, gleichmäßige Paste entsteht.
3. Milch schrittweise zugeben
Gießen Sie zunächst nur etwa ein Drittel der Milch zur Ei-Mehl-Mischung. Rühren Sie kräftig, aber gleichmäßig, bis der Teig eine glatte Konsistenz annimmt. Fügen Sie dann das zweite Drittel der Milch hinzu und rühren Sie erneut gründlich durch. Zum Schluss kommt das letzte Drittel der Milch dazu. Diese schrittweise Zugabe verhindert, dass sich Klumpen bilden, da das Mehl Zeit hat, sich vollständig mit der Flüssigkeit zu verbinden.
4. Vanilleextrakt einrühren
Geben Sie nun den Teelöffel Vanilleextrakt zum Teig und verrühren Sie alles noch einmal gut. Der Vanilleextrakt verleiht den crêpes ein feines Aroma und rundet den Geschmack ab. Achten Sie darauf, dass sich der Extrakt gleichmäßig im gesamten Teig verteilt.
5. Die letzte Zutat: geschmolzene Butter
Hier kommt der entscheidende Trick: Lassen Sie die Butter schmelzen und etwas abkühlen, sie sollte flüssig, aber nicht mehr heiß sein. Gießen Sie die geschmolzene Butter als allerletzte Zutat in den Teig. Rühren Sie sie vorsichtig unter. Die Butter wird als letzte Zutat hinzugefügt, weil sie eine Schutzschicht um die Mehlpartikel bildet und verhindert, dass sich nachträglich noch Klumpen bilden können. Außerdem sorgt sie dafür, dass die crêpes später nicht an der Pfanne kleben bleiben.
6. Teig ruhen lassen
Decken Sie die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und lassen Sie den Teig mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. Diese Ruhezeit ermöglicht es dem Mehl, die Flüssigkeit vollständig aufzunehmen, und die Glutenstränge entspannen sich. Das Ergebnis sind besonders zarte crêpes. Wenn Sie Zeit haben, können Sie den Teig auch eine Stunde ruhen lassen.
7. Teig vor dem Backen prüfen
Nach der Ruhezeit rühren Sie den Teig noch einmal kurz durch. Er sollte die Konsistenz von flüssiger Sahne haben und leicht vom Löffel fließen. Falls der Teig zu dick geworden ist, können Sie noch einen Schluck Milch hinzufügen. Prüfen Sie, ob sich Klumpen gebildet haben – dank der richtigen Reihenfolge sollte der Teig perfekt glatt sein.
8. Crêpes ausbacken
Erhitzen Sie die crêpes-Pfanne bei mittlerer Hitze und fetten Sie sie leicht ein. Gießen Sie mit einer Schöpfkelle etwa 80 ml Teig in die Pfanne und verteilen Sie ihn durch Schwenken gleichmäßig. Backen Sie den crêpe etwa 1-2 Minuten, bis die Unterseite goldbraun ist. Wenden Sie ihn vorsichtig mit einem Pfannenwender und backen Sie die andere Seite weitere 30-60 Sekunden. Stapeln Sie die fertigen crêpes auf einem Teller und halten Sie sie warm.
Tipp vom Chefkoch
Wenn Sie den Teig am Vortag zubereiten möchten, lassen Sie die Butter weg und fügen Sie sie erst kurz vor dem Backen hinzu. So bleibt der Teig im Kühlschrank perfekt glatt. Ein weiterer Profi-Tipp: Verwenden Sie lauwarme Milch statt kalter Milch, dann verbindet sie sich noch besser mit dem Mehl. Falls doch kleine Klümpchen entstehen sollten, können Sie den Teig durch ein feines Sieb gießen. Die Konsistenz des Teiges ist entscheidend: Er sollte dünnflüssig genug sein, um sich schnell in der Pfanne zu verteilen, aber nicht so wässrig, dass die crêpes zu dünn werden.
Die passende Begleitung zu süßen crêpes
Zu süßen crêpes passt hervorragend ein Cidre doux, ein süßer Apfelwein aus der Bretagne, der traditionell zu diesem französischen Klassiker gereicht wird. Seine fruchtige Süße und die leichte Säure harmonieren perfekt mit den zarten crêpes. Alternativ können Sie auch einen heißen Schokolade servieren, besonders wenn die crêpes zum Frühstück oder als Nachmittagssnack genossen werden. Für Erwachsene bietet sich ein Glas Crémant, ein französischer Schaumwein, an, dessen feine Perlage die Leichtigkeit der crêpes unterstreicht. Kinder freuen sich über einen frisch gepressten Orangensaft oder eine heiße Vanillemilch.
Zusätzliche Info
Die crêpes stammen ursprünglich aus der Bretagne im Nordwesten Frankreichs und haben eine jahrhundertealte Tradition. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort crispa ab, was so viel wie gekräuselt bedeutet. Ursprünglich wurden crêpes aus Buchweizenmehl hergestellt und als herzhafte Speise gegessen – diese Variante nennt man galettes. Die süße Version mit Weizenmehl, wie wir sie heute kennen, etablierte sich erst später.
In Frankreich gibt es einen besonderen Feiertag, die Chandeleur am 2. Februar, an dem traditionell crêpes gebacken werden. Der Brauch besagt, dass man beim Wenden des ersten crêpes eine Münze in der Hand halten soll, um Wohlstand für das kommende Jahr zu sichern. Die dünnen Pfannkuchen symbolisieren die Sonne und das kommende Frühjahr.
Das Geheimnis perfekter crêpes liegt nicht nur im Teig, sondern auch in der richtigen Technik. Professionelle crêpes-Bäcker verwenden spezielle runde Platten, sogenannte billig, und verteilen den Teig mit einem rozell, einem speziellen Holzwerkzeug. Die Kunst besteht darin, den Teig so dünn wie möglich auszustreichen, sodass die crêpes fast durchscheinend werden.



