In der hektischen Welt der modernen Küche suchen immer mehr Menschen nach schnellen Backrezepten, die ohne stundenlanges Warten auf Hefeteig auskommen. Die schnellen Zimtschnecken aus Quark-Öl-Teig revolutionieren das traditionelle Gebäck und machen es alltagstauglich. Während klassische Zimtschnecken oft mehrere Stunden Ruhezeit benötigen, sind diese köstlichen Spiralen in nur 20 Minuten backfertig. Der Quark-Öl-Teig – eine Teigvariante, die auf Quark und Öl basiert und ohne Hefe auskommt – erweist sich als perfekte Alternative für spontane Backgelüste. Diese Technik stammt aus der deutschen Hausmannsküche und hat sich besonders in den letzten Jahren wieder großer Beliebtheit erfreut. Die Zimtschnecken überzeugen nicht nur durch ihre Zeitersparnis, sondern auch durch ihren saftigen, leicht säuerlichen Geschmack, den der Quark dem Teig verleiht.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Teig vorbereiten
Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. In einer großen Rührschüssel das Mehl mit dem Backpulver, 50 g Zucker und einer Prise Salz vermischen. Diese trockenen Zutaten bilden die Grundlage für einen luftigen Teig. Der Quark sollte Zimmertemperatur haben, damit er sich besser verarbeiten lässt. Das Öl und den Quark zu den trockenen Zutaten geben und mit den Händen oder einem Löffel zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig sollte nicht zu lange geknetet werden, sonst wird er zäh – ein kurzes Verkneten von etwa 2 Minuten reicht völlig aus. Der fertige Teig sollte weich sein, aber nicht an den Händen kleben. Falls er zu klebrig ist, einfach noch etwas Mehl hinzufügen.
2. Füllung herstellen
Für die aromatische Zimtfüllung den braunen Zucker mit dem gemahlenen Zimt in einer kleinen Schüssel vermischen. Diese Mischung sorgt für den charakteristischen Geschmack der Zimtschnecken. Die weiche Butter sollte streichfähig sein – falls sie zu fest ist, kurz in der Mikrowelle erwärmen, aber nicht schmelzen lassen. Eine gleichmäßige Konsistenz der Butter ist wichtig für eine harmonische Verteilung auf dem Teig.
3. Teig ausrollen
Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig zu einem Rechteck von etwa 30 x 40 cm ausrollen. Das Ausrollen – das flache Walzen des Teigs mit einem Nudelholz – sollte gleichmäßig erfolgen, damit die Schnecken später alle die gleiche Größe haben. Der Teig sollte etwa 5 mm dick sein. Mit einem Teigschaber oder Messer die Ränder begradigen, damit ein schönes Rechteck entsteht.
4. Füllung auftragen
Die weiche Butter gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig verstreichen, dabei einen Rand von etwa 1 cm frei lassen. Mit einem Backpinsel oder der Rückseite eines Löffels die Butter gut verteilen. Anschließend die Zimt-Zucker-Mischung gleichmäßig über die Butter streuen und leicht andrücken. Diese Schichtung sorgt dafür, dass die Füllung beim Rollen nicht herausfällt und sich harmonisch im Teig verteilt.
5. Teig aufrollen und schneiden
Den Teig von der langen Seite her fest aufrollen. Dabei sollte die Rolle straff sein, aber nicht zu fest gedrückt werden. Mit einem scharfen Messer die Rolle in etwa 12 gleichmäßige Scheiben schneiden. Ein scharfes Messer ist wichtig, damit die Schnecken ihre Form behalten und nicht zerdrückt werden. Alternativ kann man auch Zahnseide zum Schneiden verwenden – einfach unter die Rolle schieben und überkreuzen.
6. Backen
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Zimtschnecken mit etwas Abstand darauf verteilen. Sie gehen beim Backen noch etwas auf. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Die Backzeit kann je nach Ofen leicht variieren – die Schnecken sollten an den Rändern leicht gebräunt sein. Nach dem Backen kurz auf dem Blech abkühlen lassen.
7. Glasur zubereiten
Während die Schnecken abkühlen, den Puderzucker mit der Milch zu einer glatten Glasur verrühren. Die Konsistenz sollte dickflüssig sein, aber noch gut vom Löffel tropfen. Falls die Glasur zu dick ist, etwas mehr Milch hinzufügen, ist sie zu dünn, mehr Puderzucker unterrühren. Die noch warmen Zimtschnecken mit der Glasur beträufeln und diese leicht verlaufen lassen.
Tipp vom Chefkoch
Um die Zimtschnecken noch saftiger zu machen, kann man fein gehackte Rosinen oder Sultaninen in die Füllung geben. Wer es gerne nussig mag, streut gehackte Walnüsse oder Mandeln über die Zimt-Zucker-Mischung. Der Teig lässt sich auch wunderbar vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren – so kann man spontan frische Zimtschnecken backen. Für eine vegane Variante den Quark durch pflanzlichen Joghurt und die Butter durch vegane Margarine ersetzen. Die Glasur kann man auch mit Orangensaft statt Milch anrühren, das gibt eine fruchtige Note.
Passende Getränke zu Zimtschnecken
Zu den warmen Zimtschnecken passt hervorragend ein frisch gebrühter Kaffee oder ein aromatischer Chai-Tee. Die Gewürze im Tee harmonieren wunderbar mit dem Zimt der Schnecken. Auch ein Glas kalte Milch ist besonders bei Kindern beliebt und bildet einen schönen Kontrast zur süßen Glasur. Für einen gemütlichen Nachmittag empfiehlt sich ein Cappuccino mit etwas Zimt auf dem Milchschaum. Wer es gerne weihnachtlich mag, kann einen Glühwein ohne Alkohol oder heißen Apfelsaft mit Zimt servieren.
Zusätzliche Info
Die Zimtschnecke hat eine lange Tradition in der europäischen Backkultur. Während die schwedischen Kanelbullar weltberühmt sind, hat Deutschland mit dem Quark-Öl-Teig eine eigene, praktische Variante entwickelt. Diese Teigmethode wurde besonders in den Nachkriegsjahren populär, als Hefe knapp war. Der Quark-Öl-Teig bietet nicht nur Zeitersparnis, sondern macht die Gebäcke auch besonders saftig und haltbar. In der modernen Küche erlebt diese Technik ein Revival, da sie perfekt zum schnellen Lifestyle passt. Ernährungsphysiologisch liefert der Quark wertvolles Protein und macht die Schnecken nahrhafter als reine Hefevarianten. Die Verwendung von Öl statt Butter im Teig macht das Gebäck zudem leichter verdaulich.



