In den sozialen Netzwerken sorgt derzeit ein käsekuchen für Aufsehen, der mit nur zwei Zutaten auskommt und dabei cremiger schmeckt als die meisten aufwendigen Varianten. Dieser cremiger käsekuchen ohne boden – also ein käsekuchen ohne mürbeteigboden – erobert die Herzen von Backfans weltweit. Das Geheimnis liegt in der Einfachheit: nur Frischkäse und Eier verwandeln sich im Ofen in eine samtige, wolkenleichte Köstlichkeit. Perfekt für alle, die wenig Zeit haben, aber dennoch ein beeindruckendes Dessert servieren möchten. Die Zubereitung ist so unkompliziert, dass selbst Backanfänger garantiert Erfolg haben werden.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Den Ofen vorbereiten und die Form auskleiden
Heizt den Backofen auf 180 Grad Celsius vor. Nehmt eine Springform mit etwa 18 bis 20 Zentimetern Durchmesser und kleidet den Boden mit Backpapier aus. Fettet die Seitenwände der Form leicht ein, damit sich der käsekuchen später problemlos lösen lässt. Diese Vorbereitung ist wichtig, denn ein gut vorbereitetes Backgefäß verhindert, dass euer köstlicher kuchen am Rand kleben bleibt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch die Seiten mit Backpapier auskleiden, das gibt zusätzliche Sicherheit beim Herauslösen.
2. Die Eier trennen
Trennt die drei Eier vorsichtig, sodass das Eigelb in eine Schüssel kommt und das Eiweiß in eine zweite, größere Schüssel. Achtet darauf, dass absolut kein Eigelb ins Eiweiß gelangt, denn selbst kleinste Fettreste verhindern, dass das Eiweiß später steif wird. Das Eiweißschlagen – also das Aufschlagen von Eiweiß zu festem Schaum – funktioniert nur mit fettfreien Eiweißen. Stellt die Schüssel mit dem Eiweiß beiseite, ihr braucht sie gleich.
3. Den Frischkäse mit dem Eigelb verrühren
Gebt die 400 Gramm Frischkäse in die Schüssel mit den Eigelben. Der Frischkäse sollte Zimmertemperatur haben, damit er sich leichter verarbeiten lässt. Verrührt beides mit einem elektrischen Handmixer oder einem Schneebesen zu einer glatten, cremigen Masse. Rührt etwa zwei Minuten, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Diese Mischung bildet die Grundlage für euren käsekuchen und sollte schön geschmeidig sein. Je besser ihr hier rührt, desto cremiger wird später das Ergebnis.
4. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen
Nehmt nun die Schüssel mit dem Eiweiß und schlagt es mit dem elektrischen Handmixer auf höchster Stufe zu steifem Eischnee. Das dauert etwa drei bis vier Minuten. Der Eischnee – also das zu festem Schaum geschlagene Eiweiß – ist fertig, wenn ihr die Schüssel umdrehen könnt, ohne dass etwas herausfällt. Die Masse sollte glänzend weiß sein und feste Spitzen bilden. Dieser Eischnee sorgt dafür, dass euer käsekuchen schön luftig wird.
5. Den Eischnee unterheben
Gebt etwa ein Drittel des Eischnees zur Frischkäse-Eigelb-Mischung und rührt es vorsichtig mit einem Teigschaber oder großen Löffel unter. Durch diese erste Portion wird die Masse etwas lockerer. Fügt dann den restlichen Eischnee hinzu und hebt ihn mit sanften Bewegungen von unten nach oben unter. Das Unterheben – also das vorsichtige Vermischen ohne zu rühren – ist wichtig, damit die Luftbläschen im Eischnee erhalten bleiben. Rührt nicht zu stark, sonst fällt der Eischnee zusammen und euer kuchen wird nicht so luftig.
6. Die Masse in die Form füllen
Gießt die fertige Masse in die vorbereitete Springform. Streicht die Oberfläche mit einem Teigschaber glatt. Die Masse sollte gleichmäßig verteilt sein, damit der kuchen überall gleich hoch wird. Klopft die Form ein- bis zweimal leicht auf die Arbeitsfläche, um eventuelle Luftblasen zu entfernen. Das sorgt für eine schöne, gleichmäßige Struktur.
7. Den käsekuchen backen
Stellt die Form in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene und backt den kuchen etwa 35 Minuten. Die Oberfläche sollte goldbraun werden und der kuchen in der Mitte noch leicht wackeln, wenn ihr die Form vorsichtig bewegt. Das ist normal und zeigt, dass der kuchen innen noch schön cremig ist. Öffnet während des Backens nicht die Ofentür, denn Temperaturschwankungen könnten dazu führen, dass der kuchen zusammenfällt.
8. Den kuchen abkühlen lassen
Schaltet nach der Backzeit den Ofen aus, lasst aber die Ofentür geschlossen. Lasst den käsekuchen noch etwa zehn Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen. Öffnet dann die Ofentür einen Spalt breit und lasst den kuchen weitere zehn Minuten abkühlen. Dieses langsame Abkühlen verhindert, dass die Oberfläche reißt. Nehmt den kuchen dann aus dem Ofen und lasst ihn vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen. Erst wenn er komplett kalt ist, löst ihr den Springformrand. Der käsekuchen schmeckt am besten, wenn ihr ihn mindestens zwei Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen lasst.
Tipp vom Chefkoch
Wenn ihr möchtet, könnt ihr dem teig eine persönliche Note geben: ein Teelöffel Vanilleextrakt in die Frischkäse-Eigelb-Mischung verleiht einen wunderbaren Geschmack. Auch etwas abgeriebene Zitronenschale sorgt für Frische. Für eine süßere Variante fügt zwei bis drei Esslöffel Puderzucker zur Frischkäse-Mischung hinzu. Serviert den kuchen mit frischen Beeren, einem Fruchtspiegel oder einfach mit etwas Puderzucker bestäubt. Der käsekuchen lässt sich hervorragend vorbereiten und hält sich im Kühlschrank bis zu drei Tage.
Die perfekte Begleitung zum cremigen käsekuchen
Zu diesem luftig-leichten käsekuchen passt hervorragend ein frisch gebrühter Kaffee oder ein aromatischer Earl Grey Tee. Die leichte Bitterkeit des Kaffees harmoniert wunderbar mit der Cremigkeit des kuchens. Wer es lieber süß mag, kann auch einen Chai Latte servieren, dessen Gewürze eine interessante Geschmackskombination ergeben. Für Kinder oder Teeliebhaber eignet sich auch ein Früchtetee mit Beerenaroma. An warmen Tagen schmeckt dazu auch ein Glas kalte Milch oder ein Eiskaffee hervorragend.
Zusätzliche Info
Dieser minimalistische käsekuchen hat seine Wurzeln in der japanischen Backkunst, wo souffle cheesecakes seit Jahrzehnten beliebt sind. Die japanische Variante zeichnet sich durch ihre wolkenartige Konsistenz aus, die durch das Unterheben von Eischnee entsteht. Anders als amerikanische käsekuchen mit dichter Textur oder deutsche Varianten mit Mürbeteigboden setzt diese Version auf pure Leichtigkeit. Der Verzicht auf Mehl, Zucker und Boden macht diesen kuchen nicht nur einfacher in der Zubereitung, sondern auch zu einer glutenfreien Option für Menschen mit Unverträglichkeiten. In sozialen Medien ging das Rezept viral, weil es beweist, dass großartige Desserts nicht kompliziert sein müssen. Die Reduktion auf das Wesentliche – Frischkäse und Eier – zeigt, wie wenige Zutaten ausreichen, um etwas Besonderes zu kreieren. Mittlerweile experimentieren Backbegeisterte weltweit mit Variationen, fügen Matcha-Pulver, Kakao oder Zitronensaft hinzu.



