Die Heißluftfritteuse revolutioniert die Zubereitung klassischer Gerichte aus dem Nahen Osten. Falafel aus dem Airfryer werden außergewöhnlich knusprig, enthalten bis zu 80 Prozent weniger Fett als frittierte Varianten und sind in nur 12 Minuten fertig. Diese moderne Zubereitungsmethode bewahrt den authentischen Geschmack, während sie die Kalorienzahl drastisch reduziert. Kichererbsen bilden die Basis dieser proteinreichen Bällchen, die traditionell in reichlich Öl schwimmen müssten. Mit der Heißluft-Technologie erreicht man jedoch dieselbe goldbraune Kruste ohne das schlechte Gewissen. Die Zubereitung gelingt selbst Kochanfängern mühelos, und das Ergebnis überzeugt auch anspruchsvolle Gaumen.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Kichererbsen vorbereiten
Die getrockneten Kichererbsen in eine große Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken. Mindestens 12 Stunden, idealerweise über Nacht, einweichen lassen. Die Kichererbsen werden sich verdoppeln und weich werden. Nach dem Einweichen gründlich abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. Gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Dieser Schritt ist entscheidend, damit die Falafel die richtige Konsistenz bekommen.
2. Gemüse und Kräuter zerkleinern
Die Zwiebel schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Knoblauchzehen schälen. Petersilie und Koriander waschen, trocken schütteln und die groben Stiele entfernen. Alle vorbereiteten Zutaten bereitstellen, damit die Verarbeitung zügig erfolgen kann.
3. Falafel-Masse herstellen
Die abgetropften Kichererbsen in die Küchenmaschine geben. Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Koriander hinzufügen. Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Salz und Cayennepfeffer dazugeben. Alles pulsierend (kurze Intervalle des Mixens) zerkleinern, bis eine grobe, krümelige Masse entsteht. Die Konsistenz sollte an groben Sand erinnern, nicht zu fein werden. Mehl und Backpulver untermischen und nochmals kurz pulsieren. Die Masse in eine Schüssel umfüllen und 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
4. Falafel formen
Mit leicht angefeuchteten Händen oder einem Eisportionierer etwa walnussgroße Kugeln formen. Jede Kugel sollte etwa 30 bis 35 Gramm wiegen. Zwischen den Handflächen fest zusammendrücken, damit sie beim Garen nicht auseinanderfallen. Leicht flach drücken, sodass kleine Puffer entstehen. Diese Form sorgt für eine größere Oberfläche und damit für mehr Knusprigkeit. Insgesamt sollten etwa 16 bis 18 Falafel entstehen.
5. Heißluftfritteuse vorbereiten
Die Heißluftfritteuse auf 180 Grad Celsius vorheizen. Den Korb mit Olivenöl-Spray leicht einsprühen. Die geformten Falafel nebeneinander in den Korb legen, dabei darauf achten, dass sie sich nicht berühren. Jede Falafel von allen Seiten dünn mit Olivenöl-Spray besprühen. Dieser feine Ölfilm ist das Geheimnis für die goldbraune, knusprige Kruste.
6. Garen im Airfryer
Die Falafel 12 Minuten bei 180 Grad garen. Nach 6 Minuten den Korb herausziehen und die Falafel vorsichtig wenden. Nochmals leicht mit Öl besprühen. Die restlichen 6 Minuten fertig garen. Die Falafel sind fertig, wenn sie außen goldbraun und knusprig sind. Bei Bedarf 1 bis 2 Minuten länger garen, je nach Leistung der Heißluftfritteuse. Sollten nicht alle Falafel gleichzeitig in den Korb passen, in zwei Durchgängen arbeiten.
7. Servieren
Die fertigen Falafel sofort aus der Heißluftfritteuse nehmen und auf einem Teller anrichten. Sie schmecken am besten warm und frisch zubereitet. Mit Tahini-Sauce, Hummus oder Joghurt-Dip servieren. In Pitabrot mit frischem Salat, Tomaten und Gurken füllen oder als Beilage zu orientalischen Gerichten reichen.
Tipp vom Chefkoch
Verwenden Sie unbedingt getrocknete Kichererbsen, keine vorgekochten aus der Dose. Dosenkichererbsen enthalten zu viel Feuchtigkeit und die Falafel würden auseinanderfallen.
Die Masse sollte zusammenhalten, wenn man sie zusammendrückt, aber nicht zu nass sein. Falls sie zu trocken ist, einen Esslöffel Wasser hinzufügen. Ist sie zu feucht, etwas mehr Mehl unterkneten.
Für extra knusprige Falafel die geformten Bällchen 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen, bevor sie in die Heißluftfritteuse kommen.
Die Falafel lassen sich hervorragend vorbereiten. Geformt und ungekocht halten sie sich 24 Stunden im Kühlschrank oder können eingefroren werden. Gefrorene Falafel direkt aus dem Gefrierfach 14 bis 15 Minuten garen.
Passende Getränke zu Falafel
Zu den würzigen, orientalischen Aromen der Falafel passen frische, leichte Getränke am besten. Ein gekühlter Rosé aus der Provence mit seiner fruchtigen Note harmoniert wunderbar mit den Gewürzen. Alternativ bietet sich ein trockener Weißwein wie Sauvignon Blanc an, dessen Säure die Reichhaltigkeit ausgleicht.
Für eine alkoholfreie Variante empfiehlt sich Ayran, ein gesalzenes Joghurtgetränk, das in der nahöstlichen Küche traditionell zu Falafel gereicht wird. Auch marokkanischer Minztee oder frisch gepresster Granatapfelsaft ergänzen die Aromen perfekt. Limonade mit Zitrone und Minze erfrischt den Gaumen zwischen den Bissen.
Zusätzliche Info
Falafel gehören zu den ältesten Fast-Food-Gerichten der Welt und stammen vermutlich aus Ägypten, wo sie traditionell aus Saubohnen zubereitet wurden. Heute sind Kichererbsen-Falafel in der gesamten Levante-Region verbreitet. Das Wort Falafel leitet sich vom arabischen filfil ab, was Pfeffer bedeutet, und verweist auf die würzige Natur des Gerichts.
In Israel gelten Falafel als Nationalgericht, während sie in Palästina, Libanon, Syrien und Jordanien ebenso beliebt sind. Die Heißluftfritteuse-Variante ist eine moderne Anpassung, die gesundheitsbewussten Genießern entgegenkommt. Traditionell werden Falafel in Öl bei 180 Grad frittiert, was ihnen zwar eine unvergleichliche Textur verleiht, aber auch den Fettgehalt erheblich steigert.
Die Airfryer-Methode reduziert die Kalorien um etwa 70 bis 80 Prozent, ohne dass Geschmack oder Konsistenz wesentlich leiden. Diese Zubereitungsart macht Falafel zu einer idealen proteinreichen Option für vegetarische und vegane Ernährung. Mit etwa 15 Gramm Protein pro 100 Gramm liefern Kichererbsen wichtige Nährstoffe und Ballaststoffe.



