Rhabarberkuchen vom Blech, mit diesem Streusel-Trick wird er extra knusprig

Rhabarberkuchen vom Blech, mit diesem Streusel-Trick wird er extra knusprig

Der Rhabarberkuchen vom Blech gehört zu den beliebtesten Frühlingsdesserts in deutschen Haushalten. Wenn die ersten Rhabarberstangen auf den Märkten erscheinen, beginnt die Saison für diesen köstlichen Blechkuchen. Das Besondere an diesem Rezept liegt in einem cleveren Streusel-Trick, der für eine außergewöhnlich knusprige Textur sorgt. Während viele Bäcker mit weichen oder matschigen Streuseln kämpfen, garantiert diese Methode ein perfektes Ergebnis. Der Kontrast zwischen dem saftigen Rhabarber, dem luftigen Teig und den extra knusprigen Streuseln macht diesen Kuchen zu einem wahren Gaumenschmaus. Die Zubereitung erfordert keine professionellen Kenntnisse, sondern lediglich etwas Geduld und die richtige Technik. Mit den folgenden Schritten gelingt auch Anfängern ein beeindruckendes Ergebnis, das Familie und Gäste gleichermaßen begeistert.

30

40

mittel

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Beginnen Sie mit der Vorbereitung der Streusel, denn hier liegt das Geheimnis für die extra knusprige Konsistenz. Vermischen Sie 150 g Mehl mit 75 g Zucker, einer Prise Salz und einem Päckchen Vanillezucker in einer Schüssel. Fügen Sie 100 g kalte Butter in kleinen Würfeln hinzu. Nun kommt der entscheidende Trick: Verreiben Sie die Zutaten nur grob mit den Fingerspitzen, sodass unregelmäßige, größere Streusel entstehen. Unregelmäßige Streusel bedeutet, dass die Butter nicht vollständig eingearbeitet wird, sondern sichtbare Butterstückchen in verschiedenen Größen erhalten bleiben. Stellen Sie die Streusel für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Durch die Kälte bleiben die Butterpartikel fest und sorgen beim Backen für die gewünschte Knusprigkeit.

2.

Während die Streusel kühlen, bereiten Sie den Rhabarber vor. Waschen Sie die Rhabarberstangen gründlich und entfernen Sie eventuell faserige Stellen mit einem Sparschäler. Schneiden Sie den Rhabarber in etwa 2 cm lange Stücke. Geben Sie die Rhabarberstücke in eine Schüssel und vermengen Sie sie mit 2 Esslöffeln Zucker und der Speisestärke. Die Speisestärke bindet den austretenden Rhabarbersaft und verhindert, dass der Teig durchweicht. Lassen Sie die Mischung etwa 10 Minuten stehen, damit der Rhabarber etwas Saft ziehen kann.

3.

Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus. Für den Teig vermengen Sie 150 g weiche Butter mit 75 g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker, bis eine cremige Masse entsteht. Schlagen Sie die beiden Eier einzeln unter und rühren Sie nach jedem Ei gut durch. Mischen Sie in einer separaten Schüssel 150 g Mehl mit dem Backpulver und einer Prise Salz.

4.

Geben Sie abwechselnd das Mehlgemisch und die Milch zur Butter-Ei-Masse und verrühren Sie alles zu einem glatten Teig. Ein glatter Teig bedeutet, dass keine Mehlklumpen mehr sichtbar sind und alle Zutaten gleichmäßig verteilt sind. Achten Sie darauf, nicht zu lange zu rühren, da der Teig sonst zäh wird. Verteilen Sie den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech und streichen Sie ihn mit einem Teigschaber glatt.

5.

Verteilen Sie die vorbereiteten Rhabarberstücke gleichmäßig auf dem Teig. Drücken Sie die Stücke leicht an, sodass sie gut im Teig haften. Bestreuen Sie den Rhabarber mit etwas Zimt für eine zusätzliche Geschmacksnuote. Nun kommt der zweite Teil des Streusel-Tricks: Nehmen Sie die gekühlten Streusel aus dem Kühlschrank und verteilen Sie sie großzügig über den Rhabarber. Wichtig ist, dass die Streusel direkt aus dem Kühlschrank kommen und noch richtig kalt sind.

6.

Streuen Sie die Mandelblättchen über die Streusel. Diese sorgen für eine zusätzliche knusprige Komponente und einen feinen nussigen Geschmack. Schieben Sie das Blech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens. Backen Sie den Kuchen für etwa 40 Minuten, bis die Streusel goldbraun und knusprig sind. Goldbraun bedeutet eine appetitliche hellbraune Farbe, nicht dunkelbraun oder verbrannt. Kontrollieren Sie nach 30 Minuten, ob der Kuchen bereits ausreichend Farbe hat.

7.

Nach der Backzeit nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen und lassen ihn vollständig auf dem Blech auskühlen. Dies ist wichtig, damit die Streusel ihre Knusprigkeit behalten. Wenn Sie den Kuchen zu früh anschneiden, kann der aufsteigende Dampf die Streusel wieder weich machen. Schneiden Sie den ausgekühlten Kuchen in gleichmäßige Stücke und servieren Sie ihn lauwarm oder bei Raumtemperatur.

Fabienne

Tipp vom Chefkoch

Der entscheidende Trick für extra knusprige Streusel liegt in der Temperatur und der Konsistenz. Arbeiten Sie die Butter nur grob ein und kühlen Sie die Streusel vor dem Backen mindestens 30 Minuten. Alternativ können Sie die Streusel auch am Vortag vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank lagern. Ein weiterer Tipp: Rösten Sie die Mandelblättchen vor dem Aufstreuen kurz in einer Pfanne ohne Fett an. Dadurch entwickeln sie ein intensiveres Aroma und werden noch knuspriger. Wenn Sie möchten, können Sie auch gehackte Haselnüsse oder Walnüsse verwenden. Achten Sie darauf, den Kuchen wirklich vollständig auskühlen zu lassen, bevor Sie ihn anschneiden, damit die Streusel ihre perfekte Textur behalten.

Passende Getränke zum Rhabarberkuchen

Zum Rhabarberkuchen vom Blech passt hervorragend ein frisch gebrühter Kaffee oder ein aromatischer schwarzer Tee. Die leichte Säure des Rhabarbers harmoniert wunderbar mit der Bitterkeit des Kaffees. Alternativ empfiehlt sich ein Glas kalte Milch, besonders wenn Sie den Kuchen am Nachmittag genießen. Für eine sommerliche Variante können Sie auch einen selbstgemachten Rhabarbersirup mit Mineralwasser aufgießen und als erfrischendes Getränk zum Kuchen reichen. Ein leichter Früchtetee mit Erdbeer- oder Himbeeraroma unterstreicht ebenfalls die fruchtige Note des Kuchens. Für besondere Anlässe passt auch ein Glas Prosecco hervorragend, da die Kohlensäure die Süße des Kuchens ausgleicht.

Zusätzliche Info

Der Rhabarberkuchen vom Blech ist ein traditionelles deutsches Gebäck, das besonders in den Frühlingsmonaten von April bis Juni Hochsaison hat. Rhabarber stammt ursprünglich aus Asien und wurde erst im 18. Jahrhundert in Europa als Nahrungsmittel kultiviert. Zuvor wurde er ausschließlich als Heilpflanze verwendet. In Deutschland entwickelte sich der Rhabarberkuchen zu einem Klassiker der Hausmannskost, wobei jede Region ihre eigenen Varianten pflegt. Die Streuselversion ist besonders in Norddeutschland beliebt, während in Süddeutschland oft Baiser oder Pudding als Topping verwendet wird. Botanisch gesehen ist Rhabarber übrigens ein Gemüse, auch wenn er in der Küche wie Obst verwendet wird. Die charakteristische Säure stammt von der enthaltenen Oxalsäure, weshalb Rhabarber immer mit ausreichend Zucker zubereitet werden sollte. Nach dem 24. Juni, dem Johannistag, sollte kein Rhabarber mehr geerntet werden, da der Oxalsäuregehalt dann zu hoch wird.

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